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  • Seismische Mikrozonierung Technischer Bericht

     

    Erdbebengerechtes Bauen Obwohl die Erdbebengefährdung im Kanton Graubünden insgesamt relativ gering ist, besteht aufgrund der dichten Besiedlung im Churer Rheintal ein nicht unerhebliches Schadenspotential. Bei einem Erdbeben der Intensität VII- VIII, mit dem im Mittel alle 500 Jahre gerechnet werden muss, würden an vielen Gebäuden einfacher Bauart schwere Schäden auftreten und einzelne Gebäude sehr einfacher Bauart könnten einstürzen. Je weicher ein Untergrund ist, desto stärker werden die Erdbebenerschütterungen lokal verstärkt. Darüber hinaus dauern Erdbebenerschütterungen auf Lockergestein länger an als auf Fels. Begründet ist dies dadurch, dass die Erdbebenwellen durch Reflektions- und Refraktionseffekte im Lockergestein „gefangen werden“. Diese Phänomene werden in tiefen und schmalen Tälern wie den alpinen Tälern besonders stark. Durch die Anwendung der SIA Baunormen 261, Einwirkung auf Tragwerke, kann die Erdbebengefährdung besser berücksichtig werden. In diesen Baunormen wird mit einer einheitlichen Baugrundklasseneinteilung gearbeitet, welche den Baugrund entsprechend dem geologischen Untergrund einteilt (Seismische Mikrozonierung). Für das Stadtgebiet Chur und die Gemeinde Haldenstein wurde eine Karte der seismischen Baugrundklassen nach SIA 261 erarbeitet und kann über den interaktiven Stadtplan aufgerufen werden. Zusätzlich stehen  die Karte als Download zur Verfügung.

    Informationen

    Datum
    6. Mai 2011
    Herausgeber
    Stadt Chur, Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden, Gemeinde Haldenstein
    Autor
    GEOTEST

    Dokumente

    Name
    G1058_Chur_Mikrozonierung_Bericht.pdf (PDF, 689.76 kB) Download 0 G1058_Chur_Mikrozonierung_Bericht.pdf