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  • Stadtraumkonzept 2050

    Das Stadtraumkonzept 2050 stellt eine wichtige Grundlage für die Revision der Grundordnung dar. Mit dem Stadtentwicklungskonzept 2050 hat die Stadt im Jahr 2022 die Stossrichtung der künftigen Siedlungsentwicklung auf einer hohen Flughöhe skizziert. Um die konkrete Entwicklung der Verdichtung nach innen qualitativ zu lenken und zu fördern werden die im STEK beschriebenen Stossrichtungen verifiziert und vertieft bearbeitet. Im Fokus stehen dabei der künftig verfügbare Wohnraum, dessen Erschliessung sowie das umgebende Freiraumangebot für eine stetig wachsende Bevölkerungszahl.

    Auf der Mitwirkungsplattform mitwirken.chur.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. finden Sie unter dem übergeordneten Projekt Revision Grundordnung weitere Informationen zu anstehenden Veranstaltungen.

     

    Künftige Veranstaltungen

    Informationsveranstaltung am 21. September 2026

    Am Montag, 21. September 2026, von 19.00 bis ca. 20.30 Uhr findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Stadtraumkonzept 2050 in der Aula des Schulhauses Quader statt. Weitere Informationen folgen.

     

    Vergangene Veranstaltungen

    Forum am 14. März 2026

    Am Samstag, 14. März 2026, von 14.00 bis 16.00 Uhr fand das öffentliche Forum in der Aula des Schulhauses Barblan (Barblanstrasse 17, 7000 Chur) statt. Dort wurden die identifizierten Handlungsfelder und Planungsansätze vorgestellt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Inhalte mit dem Planungsteam zu diskutieren.

    Stadtspaziergänge

    Im Rahmen der Erarbeitung des Stadtraumkonzepts 2050 wurden am 05. und 08. November vier Stadtspaziergänge durchgeführt. Die Bevölkerung war herzlich eingeladen daran teilzunehmen und ihre Alltagsperspektiven, ihre Erfahrungen und ihr Wissen einzubringen. Die Spaziergänge wurden durch das Büro SpielRaum durchgeführt und führten in den Ortsteil Haldenstein und die Quartiere Lürlibad, Lacuna-Lachen sowie Plessur-Scaletta, die genauer unter die Lupe genommen worden sind. Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse bei den Churerinnen und Churern und brachte verschiedene Generationen zusammen. Die Ergebnisse aus den Stadtspaziergängen fliessen in die weitere Bearbeitung des Stadtraumkonzepts ein, das voraussichtlich im Sommer 2026 vorliegen wird und die Grundlage für die Revision der Grundordnung darstellt.

     

     

    Dokumentation der Stadtspaziergänge

    Im Rahmen der Erarbeitung des Stadtraumkonzepts fanden im vergangenen November vier öffentliche Stadtspaziergänge statt. Ziel war es, gemeinsam mit der Bevölkerung den Stadtraum zu erkunden, die vorhandenen Qualitäten sichtbar zu machen und mögliche Verbesserungsbedarfe zu diskutieren.

    An den Stadtspaziergängen nahmen insgesamt fast 100 Personen teil. Vertreten waren unterschiedliche Altersgruppen sowie Anwohnende und Vertreter:innen aus Vereinen, Politik und Verwaltung. Die breite Beteiligung ermöglichte vielfältige Perspektiven auf den Stadtraum. Die Spaziergänge führten durch die Quartiere Lürlibad, Lacuna-Lachen, Plessur-Scaletta und den Ortsteil Haldenstein.

    Während der Spaziergänge wurden durch die Teilnehmenden unter anderem folgende Themen angesprochen und unter den jeweils Anwesenden diskutiert:

    Mobilität und Wege

    • Verkehrsgeschwindigkeiten und die Strassenführung wirken sich stark auf Sicherheit und Quartierverbindungen aus
    • Gefährliche Stellen für Velos wurden benannt
    • Wunsch nach verkehrsberuhigten bzw. autofreien Bereichen für Fussgänger:innen
    • Autobahnlärm und teils unzureichende ÖV-Erschliessung beeinträchtigen die Erschliessungsqualität
    Wohnen und Quartiere
    • Verdichtetes Bauen kann Freiräume schaffen
    • Der Charakter der begangenen Quartiere wird überwiegend geschätzt
    Freiräume und Klima
    • Vorhandenes Abstandsgrün* bietet Potenzial für ergänzende Bewegungs- und Begegnungsräume sowie intensivere, klimawirksame Bepflanzung.
    • Mehr Grün, Schatten und Wasser sind zentral für die Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität.
    • Rhein und Plessur sind wichtige Erholungsräume. Es besteht der Bedarf an einer besseren Zugänglich- und Erlebbarkeit.

    *Grünraum zwischen zwei Nutzungen, bspw. einem Gebäude und einem Trottoir.

    Begegnung
    • In einigen Quartieren fehlen Treffpunkte; es besteht Bedarf an lebendigen Quartierzentren.

     

    Medienmitteilung vom 15. Oktober 2025

    Die Stadt Chur als urbanes Zentrum Graubündens entwickelt und transformiert sich in den letzten und kommenden Jahren stark. Die Tatsachen wie der erkannte Biodiversitätsverlust und die Klimaerwärmung sind bei der Formulierung einer künftigen Entwicklung ebenso zu berücksichtigen wie die akute Wohnungsnot. Um ein breit abgestütztes Zielbild für die zukünftige Entwicklung der Bebauung und der Freiräume zu formulieren, wird die Bevölkerung zur Mitwirkung eingeladen.

    Mit dem Stadtentwicklungskonzept 2050 hat die Stadt im Jahr 2022 die Stossrichtung der künftigen Siedlungsentwicklung auf einer hohen Flughöhe skizziert. Um die konkrete Entwicklung der Verdichtung nach innen qualitativ zu lenken und zu fördern werden die im STEK beschriebenen Stossrichtungen verifiziert und vertieft bearbeitet. Im Fokus stehen dabei der künftig verfügbare Wohnraum, dessen Erschliessung sowie das umgebende Freiraumangebot für eine stetig wachsende Bevölkerungszahl.

     

    Die Churer Bevölkerung miteinbeziehen

    Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der Erarbeitung eines Stadtraumkonzeptes. Neben der fachlichen Betrachtung durch die Verwaltung und die externen Fachplaner sowie der politischen Steuerung durch den Stadtrat wird auch die Bevölkerung in den Prozess miteinbezogen. Der eingeschlagene Prozess sieht vor, das Wissen und die Bedürfnisse der Bevölkerung abzuholen und die Entwicklung des Konzeptes auch mit Vertretern aus der Bevölkerung zu reflektieren. In einer ersten Phase finden an zwei unterschiedlichen Daten vier Stadtspaziergänge, verteilt über das Stadtgebiet von Chur, statt. Diese sind öffentlich. Das Programm und die Anmeldung sind unter Mitwirken.chur.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. zugänglich. In einer zweiten Phase wird die Arbeit mit Vertretern der Bevölkerung in einem Forum gespiegelt, um den eingeschlagenen Weg zu verifizieren. Das Ergebnis soll eine breit abgestützte Arbeit sein, welche die Leitplanken für die städtebauliche Entwicklung, unter Berücksichtigung aller fachlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, setzt.

    Die Ergebnisse werden in die Revision der Grundordnung einfliessen. In einem weiteren Prozess werden die herausgeschälten Qualitäten und Potenziale, erneut unter Einbezug der Bevölkerung, geschärft und mit den Werkzeugen der Grundordnung verbindlich gesichert.

    Ein fachlich breit abgestützter Prozess

    Das Projekt wird durch ein Team von Fachplanern aus den Sparten Freiraumplanung, Raumplanung, Verkehrsplanung, Städtebau und Architektur erarbeitet. Der Mitwirkungsprozess wird durch ein spezialisiertes Büro organisiert. Der Arbeitsfortschritt wird durch eine ebenso interdisziplinär zusammengesetzte Projektgruppe aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung begleitet. Neben den städtebaulichen Fragen werden auch soziale Aspekte, welche das Zusammenleben und -arbeiten beeinflussen berücksichtigt. Die Wahrnehmung des und Bewegung durch den Freiraum im Stadtgefüge wird als zentrales Element erachtet. Die barrierefreie Erreichbarkeit von Orten für Erholung, Bewegung und Begegnung sind ebenso ein Ziel wie die Förderung von Biodiversität und der ökologischen Vernetzung. Auf die aktive Bewirtschaftung der blau-grünen Infrastruktur und eine klimaangepasste Umsetzung sämtlicher Massnahmen wird ein Fokus gelegt.

    Das Konzept wird Massnahmen für kurzfristige Entwicklungen zur Steigerung der Lebensqualität in Chur formulieren, zielt aber primär auf die Steuerung der langfristigen Entwicklung. Das Sichern vorhandener und Schaffen neuer Qualitäten steht im Vordergrund. Bei den Zieldefinitionen für die künftige Entwicklung werden die Realisierbarkeit gemäss übergeordnetem Recht ebenso wie ökonomische Überlegungen miteinbezogen.

    Das Projektteam freut sich auf eine rege Beteiligung im Rahmen der Mitwirkung, um vom breiten Wissen der Bevölkerung und ihren Erfahrungen zu profitieren. Mit dieser Basis kann eine bedarfsgerechte Zukunft für Chur formuliert werden.

    Zugehörige Objekte

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