Kopfzeile

Inhalt

  • Hochwasserschutz an der Plessur

    8. Dezember 2022

    Die Instandsetzungsarbeiten der vierten Etappe des Hochwasserschutzes in der Plessur sind seit Mitte November im Gang. Die Kosten für das Projekt liegen bei 4.5 Millionen Franken, wobei sich Bund und Kanton mit rund 2.5 Millionen Franken beteiligen.

    Bevor die Plessur in den Rhein mündet, fliesst sie in einem künstlich angelegten, befestigten Kanal durch die Stadt Chur. Kiesiges und sandiges Material, welches durch das fliessende Wasser mitgespült wird, führt zu einer latenten Erosion der Flusssohle. Um dies zu verhindern, wurden in der Vergangenheit zahlreiche Schwellen im Flussbett eingebaut. Die Schwellen bilden eine Art künstliche «Treppenstufen». Sie stabilisieren das Flussbett, verhindern die Unterspülung der seitlichen Wuhrmauern aus Natursteinen und Beton und gewährleisten dadurch deren Stabilität.

    Vierte Etappe von November 2022 bis März 2025
    Im Rahmen des Konzepts «Hochwasserschutz Plessur» der Tiefbaudienste aus dem Jahre 2018 hat sich gezeigt, dass viele Schutzbauwerke in der Plessur in schlechtem Zustand sind. Insbesondere die Wuhrmauern sind auf längeren Abschnitten beschädigt und an einigen Stellen auch unterspült. Eine Vielzahl der Schwellen weisen deutliche Abnutzungsschäden auf. Infolge des Zustands dieser Schutzbauwerke wurde ein Massnahmenkonzept ausgearbeitet, welches geeignete Verbesserungsmassnahmen aufzeigt. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass die Plessur ein Fischgewässer ist und die Fische sich im Plessurbett bewegen können. Die Instandsetzung wird – in Reihenfolge der Dringlichkeit – in mehreren Projektetappen umgesetzt. Nach der Umsetzung der ersten drei Etappen, startete die Vierte im November 2022 und wird bis Frühling 2025 umgesetzt. Aufgrund der Wassermengen können die Bauarbeiten in der Plessur jeweils nur in den abflussarmen Wintermonaten von November bis spätestens März ausgeführt werden, wie der Leiter Tiefbau, Clemens Candrian präzisiert. Im kommenden Winter ist der Bau einer fischgängigen Blockrampe auf Höhe Bodmerstrasse sowie Wuhrmauerinstandsetzungen in den Abschnitten Aquädukt Obertorer Mühlbach bis Alterssiedlung Bodmer und Plessurfall bis Krematorium vorgesehen. In den folgenden zwei Wintern werden im Abschnitt Giacomettistrasse bis Austrasse zwei Schwellen instandgesetzt, rund 150 m Wuhrmauer saniert sowie drei weitere Schwellen zu fischgängigen Blockrampen umgebaut. Durch die Instandsetzungsarbeiten kann gemäss der zuständigen Stadträtin Sandra Maissen die Hochwasserschutzsicherheit wieder langfristig gewährleistet werden.

    .
    Auf Social Media teilen