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  • Zukunftsstrategie Sing- und Musikschulen

    In der Stadt Chur sind verschiedene Institutionen im Bereich ausserschulische Musikerziehung aktiv. Auf der Basis des geltenden Kulturförderungsgesetzes und der dazugehörigen Vereinbarung ist es zurzeit nicht möglich, im Gesetz nicht namentlich genannten Anbietern Aufträge zu erteilen. Gemeinderat Marco Tscholl und Mitunterzeichnende haben in ihrem Auftrag vom 7. August 2018 daher eine Überarbeitung des Gesetzes beantragt.

    Vor dem Hintergrund, dass Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den Anbietern der ausserschulischen musischen Erziehung in der Stadt Chur, d.h. der Singschule, der Musikschule und der Jugendmusik bestehen, die Schülerzahlen teilweise rückläufig sind und die Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern für die Stadt aufwändig ist, schlug die Stadt Chur im Bericht an den Gemeinderat vor, eine Zukunftsstrategie der ausserschulischen Musikerziehung zu lancieren.

    Ziel dieses Prozesses war, die Verabschiedung einer gemeinsamen Strategie, die Evaluation konkreter Zusammenarbeitsformen und die Verabschiedung konkreter Umsetzungsmassnahmen der gefassten Strategie bis 1. Quartal 2021.

    Mit dem Rückzug der Musikschule aus dem Vorhaben "Zukunftsstrategie Sing- und Musikschulen Chur" am 8. Oktober 2019 endete das Projekt, das gemäss Projektauftrag auf dem Konsens von Singschule, Musikschule und Jugendmusik basierte, mit sofortiger Wirkung. Mit Beendigung dieses Prozesses ist der Auftrag Tscholl aus dem Gemeinderat für die Stadt Chur jedoch nicht vom Tisch. Ziel ist nun die selbstständige Erarbeitung einer Empfehlung für die Revision der Verordnung des Kulturförderungsgesetzes zuhanden des Gemeinderates.

    Die Sing- und Musikschulen in Chur sollen aus einer Hand ein attraktives Angebot für die ausserschulische Musikerziehung sicherstellen, welches flexibel auf Veränderungen in der Nachfrage reagieren kann. Dabei soll der Anteil der verwendeten Mittel für Führung und Administration am Gesamtaufwand gegenüber heute nicht erhöht werden. Entsprechend soll die Stadt nur noch mit einer Trägerschaft eine Leistungsvereinbarung abschliessen.