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  • Coronavirus: Die Stadt rüstet sich bestmöglich

    27. Februar 2020
    Seriöse Vorbereitung, keine sinnlosen Aktionen

    Das Coronavirus ist in aller Munde. Da unser Nachbarland Italien mit 326 bestätigten Fällen (Stand 26. Februar 2020) stark betroffen ist, kommt die Meldung des Nachweises des Virus bei einer Person aus dem Tessin nicht überraschend. Niemand kann sagen, wie sich das Virus weiter ausbreiten wird. Es scheint vorallem bei älteren Menschen, welche schon geschwächt sind, das Leben zu bedrohen, währendem jüngere Menschen das Virus eher wie eine Grippenerkrankung durchleben. Die Stadt nimmt die Situation sehr ernst, verzichtet jedoch aufgrund von Empfehlungen des BAG und des Kantons auf sinnlose Massnahmen und konzentriert sich auf die heutigen anerkannten Vorbereitungen und Informationen. Dennoch macht man sich bei der Stadt Gedanken, welche Massnahmen im Falle einer grösseren Ausbreitung zu ergreifen wären.

    Für grössere Ereignisse, welche die Kräfte von Stadtpolizei und Feuerwehr übersteigen, existiert in der Stadt seit Jahrzehnten die Katastrophenorganisation ("Kata-Organisation"). Diese bereitet sich mittels Szenarien auf mögliche Grossereignisse vor, koordiniert den Einsatz der städtischen Dienststellen und weiterer Einsatzkräfte und stellt die Kommunikation sicher. Aufgrund der Entwicklung in den letzten Tagen in Europa und vor allem in Italien hat Stadtpräsident Urs Marti als vorsorgliche Massnahme die Kata-Organisation letzten Sonntag aufgeboten und seit Montag sind die Vorbereitungen im Gange. Im Sinne einer Eventualplanung wird die Kata-Organisation ab sofort den Lead übernehmen und mit den städtischen und kantonalen Stellen diverse Fragestellungen abarbeiten. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass im Falle einer Zuspitzung der Lage alle möglichen und sinnvollen Vorkehrungen getroffen und insbesondere Weisungen der kantonalen Stellen zeitnah umsetzbar sind. Die Kata-Organisation wird beispielsweise Hygienemassnahmen insbesondere für die Stadtschule koordinieren (Desinfektion, Pflicht zum Händewaschen) – diese sind einfach umsetzbar und sehr effektiv. Weiter ist denkbar, dass im Falle einer Zuspitzung der Lage grössere Anlässe abgesagt werden. Die Eltern und Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler der Stadtschule werden direkt informiert. Informationen zum aktuellen Stand und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Für Fragen, die sich auf die Stadt Chur beziehen, steht die Stadtkanzlei unter Telefon 081 254 41 13 gerne zur Verfügung. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man sich mit einfachen Hygienemassnahmen wie gründlichem Händewaschen/Desinfizieren oder dem Meiden grösserer Personenansammlungen gut gegen eine Infektion schützen kann. Husten oder Niesen sollte man in den Achselbereich und der Verzicht auf Händeschütteln ist nicht unanständig. Das Tragen von Hygienemasken dagegen bietet gemäss BAG nur einen unzureichenden Schutz. Es besteht keine Notwendigkeit, Lebensmittel zu horten. Der Kanton konzentriert sich im Falle von Verdachtsfällen darauf, diese Personen zu isolieren. Die Absperrung der Stadt bildet gemäss Experten keine sinnvolle Lösung, da die Inkubationszeit so lange ist, dass man nicht beim Eintreffen in der Stadt feststellen kann, ob jemand schon den Virus in sich trägt. Die Stadt bereitet sich aber vor, auch unkonventionelle Massnahmen durchzuführen, sofern dies von den kantonalen Experten empfohlen wird.

    Die Kata-Organisation wird die weitere Entwicklung aktiv verfolgen, bei Bedarf weitere Massnahmen treffen und die Bevölkerung regelmässig orientieren.

    29.02.2020: Veranstaltungen abgesagt

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