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Budget 2027
Die Stadt weist für das nächste Jahr einen budgetierten Aufwandüberschuss von Fr. 2.2 Mio. aus. Der Aufwand wächst stärker als der Ertrag. Zu diesem Ergebnis tragen insbesondere die steigenden Kosten der Stadtschule sowie die höheren Aufwendungen im Bereich der Sozialhilfe bei.
Bei einem Aufwand von Fr. 342.8 Mio. und einem Ertrag von Fr. 340.6 Mio. weist das Budget 2027 in der Erfolgsrechnung ein negatives Ergebnis von Fr. 2.2 Mio. aus. Gegenüber dem Budget 2026 steigen die Aufwendungen um rund Fr. 15.0 Mio. (+4,6 %) und der Ertrag um Fr. 14.3 Mio. (+4,4 %) – ohne die erfolgsneutralen internen Verrechnungen wären die Aufwand- und Ertragssteigerung jeweils um Fr. 1.7 Mio. tiefer. Das Defizit des Budgets 2027 fällt somit gegenüber dem Budget 2026 um Fr. 0.8 Mio. höher aus. Der Personalaufwand steigt um Fr. 6.3 Mio. an. In diesen Personalkosten sind ein geringer Teuerungsausgleich von 0,4 % sowie zusätzliches Personal enthalten. Weitere Kostensteigerungen sind beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand mit Fr. 1.6 Mio. sowie beim Transferaufwand mit Fr. 4.7 Mio. zu verzeichnen. Auf der Ertragsseite werden insgesamt höhere Steuereinnahmen von Fr. 2.2 Mio., höhere Entgelte von Fr. 2.1 Mio., ein höherer Finanzertrag von Fr. 4.8 Mio. sowie ein höherer Transferertrag von Fr. 3.9 Mio. erwartet.
Das Budget berücksichtigt bereits die Massnahmen der 1. und 2. Priorität des Entlastungspakets, welche in der Kompetenz des Stadtrates liegen. Diese entlasten das Budget mit rund Fr. 4.0 Mio. Sie werden durch die GPK im Rahmen des Budgets bearbeitet.
Nettoinvestitionen von Fr. 41.1 Mio. im Jahr 2027
Für das Jahr 2027 werden Bruttoinvestitionen von Fr. 60.6 Mio. bzw. Nettoinvestitionen von Fr. 41.1 Mio. im Budget ausgewiesen. Gemäss Volksbeschluss werden erneut Fr. 5 Mio. an die IBC Energie Wasser Chur für das CO2-neutrale Wärme- und Kältenetz investiert. Für das Schulhaus Florentini sind Investitionen von Fr. 4.6 Mio. vorgesehen. Für die ARA-Faul- und Nachfaulräume sind weitere Fr. 2.5 Mio. eingeplant. Das Projekt Schulhaus Masans sieht zusätzliche Investitionen von Fr. 1.0 Mio. vor.
Die Nettoinvestitionen können zu 22,6 % selbst finanziert werden. Daraus ergibt sich ein Finanzierungsfehlbetrag von rund Fr. 31.8 Mio., der über Fremdfinanzierung gedeckt werden muss.
Finanzielle Herausforderungen
Stadtrat und Verwaltung sind weiterhin gefordert, die angestrebten Ziele zu erreichen. Investitionsprojekte wie der Erweiterungsbau Schulhaus Masans, die Totalsanierung des Hallenbadgebäudes Obere Au sowie die Sanierung des Theaters Chur werden den Haushalt der Stadt Chur in den kommenden Jahren stark belasten.