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  • Moderne Wärme

    2. April 2026

    Das Quartier Kleinbruggen setzt auf vernetzte Energie

    Effizient und nachhaltig: In Kleinbruggen sorgt eine neue Energiezentrale für die Wärmeversorgung von 209 Wohnungen.

    Mit der zweiten Bauetappe im Quartier Kleinbruggen erreicht die nachhaltige Energieversorgung in Chur West einen wichtigen Meilenstein. An der Rheinfelsstrasse 40–72ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die künftig 209 Wohnungen in insgesamt fünf Baufeldern zuverlässig mit Wärme versorgt. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie eine moderne, vernetzte Energieversorgung auf Quartiersebene funktionieren kann.

    Im Zentrum der Anlage steht eine leistungsfähige Energiezentrale, die an das Anergienetz Chur West angeschlossen ist. Dort übernehmen zwei Wärmepumpen eine Schlüsselrolle: Sie heben die vorhandene Energie aus dem Netz auf die benötigte Temperatur an und speisen sie direkt in das Heizsystem ein.

    Von der Energiezentrale aus gelangt die Wärme über ein rund 550 Meter langes Leitungsnetz in die angeschlossenen Gebäude. Damit auch bei Spitzenbedarf jederzeit ausreichend Energie verfügbar ist, wurde zusätzlich ein grosser Speicher mit einem Fassungsvermögen von 10'000 Litern installiert. Dieser wirkt wie eine Pufferzone und sorgt für eine gleichmässige Versorgung.

    Energieverluste minimiert
    Ein weiterer Baustein des Systems ist die Warmwasseraufbereitung innerhalb der einzelnen Baufelder. Hier kommen insgesamt sechs separate Wärmepumpenanlagen zum Einsatz. Besonders effizient: Sie nutzen unter anderem die Rücklauftemperatur der Heizwärme und gewinnen daraus zusätzliche Energie. So wird das System optimal ausgelastet und Energieverluste werden minimiert.

    Auch die Dächer der Überbauung tragen ihren Teil zur Energieversorgung bei. Auf insgesamt 13 Baufeldern sind Photovoltaikanlagen installiert, deren Strom in das Gesamtsystem einfliesst und die Versorgung unterstützt. Dadurch lässt sich ein Teil des Energiebedarfs direkt vor Ort und aus erneuerbaren Quellen decken.

    Der gesamte Betrieb der Anlage liegt bei IBC Energie Wasser Chur. Für die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie die Bewohnenden bedeutet dies vor allem Komfort: Sie profitieren von einer zuverlässigen und nachhaltigen Wärmeversorgung, ohne sich selbst um Betrieb oder Wartung kümmern zu müssen.

    Solche Anergienetze gelten als zukunftsweisender Ansatz in der Stadtentwicklung, da sie verschiedene Energiequellen – etwa Umweltwärme, Abwärme oder Solarstrom – intelligent miteinander verknüpfen und so besonders effizient nutzen. Mit der zweiten Etappe in Kleinbruggen wird deutlich, wie diese Technologie konkret umgesetzt werden kann – und welchen Beitrag sie zu einer klimafreundlichen Zukunft leistet.