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Holzschlag Fürstenwald
Warum im Churer Wald Bäume gefällt werden
Holzschlag ist weit mehr als das Fällen von Bäumen. Er ist sorgfältig geplant, fachlich anspruchsvoll und entscheidend für einen gesunden und sicheren Wald.
Pflege für den Wald
Wer im Winter durch den Fürstenwald spaziert, hört Motorsägen und sieht gefällte Bäume. Für manche wirkt das befremdlich – doch der Holzschlag ist kein Zeichen von Abholzung, sondern gezielte Waldpflege. Ziel ist es, den Wald langfristig stabil, gesund und nutzbar zu halten. Der Fürstenwald ist Wirtschafts- und Erholungswald zugleich. Er liefert Holz und bietet der Bevölkerung wertvolle Freizeit- und Naturerlebnisse.
Ohne Pflege würde der Wald altern, instabil werden und schliesslich zerfallen. Durch gezielte Eingriffe kann sich der Wald erneuern, junge Bäume erhalten Licht und Platz und der Bestand bleibt widerstandsfähig. Auf rund 4'722 Hektaren Waldfläche wächst in Chur laufend neues Holz nach. Pro Jahr dürfen deshalb so viele Bäume gefällt werden, wie nachwachsen – rund 11’000 Kubikmeter.
Warum im Winter gearbeitet wird
Der Holzschlag findet von August bis April statt, besonders geeignet sind die Wintermonate. In dieser Zeit ruht die Vegetation, gefrorene Böden werden geschont und die Tierwelt möglichst wenig gestört. Zudem führen die Bäume wenig Saft, was die Eingriffe schonender macht. Jeder Holzschlag wird langfristig geplant. Die Betriebsplanung erstreckt sich über zwölf Jahre und wird durch Jahres- und Detailplanungen ergänzt.
Die Arbeit im Wald ist anspruchsvoll und körperlich fordernd. Jeder Baum verhält sich anders, im Holz können versteckte Spannungen entstehen, die zusammen mit herabfallenden Ästen besondere Vorsicht erfordern. Sicheres Arbeiten verlangt Fachwissen, technisches Können, sorgfältiges Vorgehen und gute Teamarbeit.
Anspruchsvolle Arbeit mit Verantwortung
Die Lernenden Forstwart EFZ der Stadt Chur sind aktiv in den Holzschlag eingebunden und sammeln dabei wertvolle Praxiserfahrung. Je nach Ausbildungsstand übernehmen sie Aufgaben selbstständig und werden dabei vom Berufsbildner und vom Ausbildungsverantwortlichen begleitet. So lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und den Wald nachhaltig zu bewirtschaften, damit der Fürstenwald auch künftig ein stabiler und gepflegter Erholungsraum für alle Generationen bleibt.