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  • Kulturpreisfeier der Stadt Chur

    6. August 2026

    Die Stadt Chur verleiht die Anerkennungs- und Förderpreise 2026

    Ausgezeichnet werden Clot Buchli (Klarinette), Evelina Cajacob (bildende Kunst) sowie die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein für ihr langjähriges kulturelles Wirken in und um Chur. Die Förderpreise gehen an Jonas Bernetta (Regie), Any Sabadi (Gesang) und Ellen Wolf (Tanz).

    Die Preisverleihung findet im Rahmen der öffentlichen Kulturpreisfeier am Freitag, 21. August 2026, von 17.30 bis 19.00 Uhr, im Theater Chur statt. Musikalisch umrahmt wird die Feier von Zoe Hannah Alig. Im Anschluss lädt die Stadt Chur zu einem Apéro riche ein. Aufgrund der beschränkten Platzzahl ist eine Anmeldung zur Feier bis spätestens 17. August 2026 via chur-kultur.ch erwünscht.

    Die Stadt Chur würdigt mit ihren Anerkennungspreisen ein mindestens zehnjähriges kulturelles Schaffen, das für die Stadt und ihre nähere Umgebung von besonderer Bedeutung ist. Zu den diesjährigen Preisträgern gehört der Klarinettist Clot Buchli. Als Solist, Kammer- und Orchestermusiker sowie als engagierter Musikpädagoge leistet er seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Musikleben der Region. Ausgezeichnet wird zudem die bildende Künstlerin Evelina Cajacob. Mit ihren reduzierten, poetischen Werken hat sie sich weit über Graubünden hinaus einen Namen gemacht. Ebenfalls mit einem Anerkennungspreis geehrt wird die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein. Sie hat sich als bedeutender Ort der Förderung druckgrafischen Schaffens etabliert.

    Auch die Förderung junger Kulturschaffender mit einer eigenständigen künstlerischen Handschrift ist der Stadt Chur ein wichtiges Anliegen. Die drei Förderpreise gehen an den Theaterregisseur und Medienkünstler Jonas Bernetta, der Theater, Film und Installationen zu transdisziplinären Erzählformen verbindet, an die Singer-Songwriterin Any Sabadi, die mit Einflüssen aus Mundart, Soul, Pop und R&B eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat, sowie an die Tänzerin, Choreografin und Produzentin Ellen Wolf, die in ihren interdisziplinären Arbeiten Tanz, Film und Storytelling miteinander verbindet.

    Die Auszeichnungen sind mit je 4‘000 Franken dotiert.

    Biografien

    Anerkennungspreisträgerinnen und -träger

    Clot Buchli (*1967) zählt zu den prägenden Klarinettisten Graubündens. Nach dem Lehrdiplom für Klarinette bei Antony Morf an der Musikhochschule Luzern absolvierte er an der Musikakademie Basel bei Hans Rudolf Stalder das Konzertreifediplom. Seit 2002 ist er Mitglied der Kammerphilharmonie Graubünden, wo er als Solo- und Orchestermusiker tätig ist. Daneben konzertiert er als Solist und widmet sich einer vielseitigen kammermusikalischen Tätigkeit in unterschiedlichen Besetzungen und Stilrichtungen. Als gefragter Zuzüger wirkt er zudem in verschiedenen Schweizer Orchestern mit. Für sein musikalisches Schaffen erhielt er 2002 den Kulturförderpreis des Kantons Graubünden. Buchli unterrichtet an den Musikschulen Chur und Landquart und lebt in Haldenstein.

    Evelina Cajacob (*1961) gehört zu den bedeutenden zeitgenössischen Künstlerinnen Graubündens. Nach ihrem Studium an der Escola Massana in Barcelona (1988–1993) entwickelte sie ein vielseitiges Werk, das Zeichnung, Objektkunst, Video und raumbezogene Installationen umfasst. Ihre Arbeiten kreisen um Themen wie Linie, Bewegung, Wiederholung und Zeit und zeichnen sich durch eine reduzierte, poetische Bildsprache aus. Cajacob lebt und arbeitet in Malans und Chur. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter in umfassenden Einzelausstellungen im Bündner Kunstmuseum und im Kunstmuseum Bochum. Für ihr Schaffen erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis der Südostschweiz Medien (2012) und den Anerkennungspreis des Kantons Graubünden (2014).

    Die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein wurde 1999 auf Initiative des Haldensteiner Künstlers Mathias Balzer mit dem Zweck gegründet, bildenden Künstlern kostengünstigen Zugang zu den klassischen Drucktechniken zu ermöglichen und professionelles druckgrafisches Schaffen zu fördern. Die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein wird vom gleichnamigen Verein getragen.

    Förderpreisträgerinnen und -träger

    Jonas Bernetta (*1994 in Chur) ist Theaterregisseur, Autor und Medienkünstler. Nach Studien in Soziologie, Philosophie und Medienanthropologie in Bern und Jena absolvierte er eine zweijährige Regieassistenz am Theater St. Gallen und schloss 2024 den Masterstudiengang Transdisziplinarität in den Künsten an der Zürcher Hochschule der Künste ab. In seinen Arbeiten verbindet er Theater, Film, Audio und Installation zu multimedialen Erzählformen. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Fragen der Wahrnehmung, technologischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Individuum auseinander. Seine Inszenierungen und Eigenproduktionen wurden an verschiedenen Bühnen und Kulturorten in der Schweiz gezeigt. Bernetta lebt in Zürich und arbeitet im deutschsprachigen Theaterraum.

    Any (Andrea Katharina) Sabadi (*1998) ist eine Singer-Songwriterin. Bekannt wurde sie 2019 mit ihrer Teilnahme am BandXost-Wettbewerb, bei dem sie mit eigenen Kompositionen den dritten Platz erreichte. Zunächst mit englischsprachigen Songs unterwegs, fand sie später zur Mundart und entwickelte einen persönlichen Stil zwischen Soul, Pop, R&B und Singer-Songwriting. Charakteristisch für ihre Auftritte ist die Begleitung mit Keyboard und Loopstation, mit der sie mehrstimmige Klangwelten live erschafft. Mit ihrer EP «Rucksack» profilierte sich die in Chur wohnhafte Musikerin als eigenständige Künstlerin und Bandleaderin. In ihren Liedern verarbeitet sie persönliche Erfahrungen und verbindet Melancholie, Hoffnung und Lebensfreude zu einer authentischen musikalischen Sprache.

    Ellen Wolf (*1994) ist Tänzerin, Choreografin und Produzentin aus Chur. Nach der Matura zog sie nach London, wo sie sich während mehrerer Jahre intensiv als professionelle Tänzerin ausbildete und Erfahrungen in unterschiedlichen Tanzstilen sowie internationalen Produktionen sammelte. Anschliessend studierte sie Design Management in Luzern und gründete die Tanzkompanie Moving Mountains. In ihren Arbeiten verbindet sie Tanz, Film, Storytelling und ortsspezifische Inszenierungen zu interdisziplinären Formaten. Ihre Werke sind häufig von den Bündner Bergen, Fragen der Identität und der Beziehung zwischen Mensch und Natur inspiriert. Mit Produktionen und Tanzfilmen ist sie national und international präsent. 2023 erhielt sie einen Werkbeitrag des Kantons Graubünden für ihr künstlerisches Schaffen.

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