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Lacuna II im Wandel
Das Quartier Lacuna II macht sich fit für die Wärmezukunft
Das Churer Quartier Lacuna II wird schrittweise energetisch modernisiert und an das Wärmenetz der IBC Energie Wasser Chur angeschlossen. Damit entsteht in einem der grössten Wohnquartiere der Stadt eine zukunftsfähige Wärmeversorgung.
Lacuna II wurde Anfang der 1970er-Jahre erstellt und umfasst 17 Gebäude unterschiedlicher Grösse – von dreigeschossigen Wohnbauten bis zu Hochhäusern mit 19 Stockwerken. Hinzu kommen ein Kindergarten und ein Pavillon. Aufgrund der hohen Bebauungsdichte weist das Quartier mit rund 578 Wohnungen einen jährlichen Wärmebedarf von rund 6 Millionen kWh auf.
Schrittweise Erneuerungen
Bis 2003 erfolgte die Wärmeversorgung über eine zentrale Ölheizung mit einer Leistung von 2,8 Megawatt. Die bestehende Energiezentrale wurde 2003 erneuert und auf Gasbetrieb umgerüstet, grosse Teile des internen Nahwärmenetzes und zahlreiche Unterstationen stammen jedoch noch aus der Erstellungszeit. Auch die Mess-, Steuer- und Regeltechnik wurde schrittweise erneuert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um das Quartier in einem nächsten Schritt an das Wärmenetz der IBC anzuschliessen.
Moderne Energiequelle
Künftig stammt die Wärme aus der Energiezentrale bei der ARA Chur. Dort wird gereinigtes Abwasser mithilfe moderner Ammoniak-Grosswärmepumpen als erneuerbare Energiequelle genutzt. Der Anschluss des Quartiers an das Wärmenetz ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen.
Parallel dazu werden die Wärmeübergabestationen in den einzelnen Gebäuden erneuert. Dabei steht insbesondere die effiziente Brauchwarmwasser-Aufbereitung im Fokus. Die neuen Anlagen sind auf die Anforderungen moderner Wärmenetze mit tieferen Systemtemperaturen ausgelegt.
Quartiere im Wandel
Bis Ende 2027 sollen die noch fehlenden Netzabschnitte am Schellenbergweg, an der Schellenbergstrasse sowie an der Giacomettistrasse erstellt werden. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Tiefbaudiensten im Rahmen weiterer Bauprojekten im öffentlichen Raum.
Das Projekt Lacuna II zeigt, wie die Transformation bestehender Wohnquartiere gelingen kann: durch die Kombination aus einer modernen Energieinfrastruktur, einer schrittweisen Sanierung der Gebäudetechnik und der Nutzung regional verfügbarer, nachhaltiger Energiequellen.