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  • Fahrradweg Chur - Trimmis

    Die Fuss- und Veloverbindung (FVV) von der Cadonaustrasse durch den Fürstenwald bis nach Trimmis ist seit über drei Jahren in Betrieb.

    Ein wesentlicher Punkt der Umsetzung war ein Radweg für den Alltagsverkehr, welcher durch die Landschaftsschutzzone "die Witenen" von der Maschänser Rüfi bis zum Ortseingang von Trimmis führt. Der Weg ist im Bundesinventar historischer Verkehrswege (IVS) als schützenswert aufgeführt. In enger Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen konnte eine für alle geeignete Lösung betreffend eines alltagstauglichen Belags (Velopendler-Route) gefunden werden: ein naturbelassener Oberflächenbelag. Dieser ist einerseits geeignet für den Veloverkehr und fügt sich andererseits nahtlos in die natürliche Umgebung mit seinen historisch aber auch ökologisch wertvollen Trockenmauern ein. Dieses Projekt konnte im Dezember 2018 durch die Tiefbaudienste in Angriff genommen werden und wurde im November 2019 fertiggestellt. Auch die Weiterführung des Weges bis Ende des Fürstenwaldes weist mit dem bestehenden Waldweg einen natürlichen Oberflächenbelag auf. 

    Kleintierfreundlicher Veloweg
    Wege zerschneiden Lebensräume und können ein Hindernis für Käfer, Kröten, Igel, Schnecken und andere Kleintiere bilden. Der Austausch zwischen Populationen ist entscheidend für die genetische Durchmischung. Aus diesem Grund, verzichtete man auf ein asphaltiertes Trassee. Es führen zwei Kleintierdurchlässe im Waldbereich unter dem Veloweg hindurch. Der Standort der Unterführungen für Kleintiere wurde mittels einjährigen Monitorings festgelegt. Dieses stellte fest, wo Kleintiere wie Kröten, Molche, Eidechsen, Mäuse, Igel etc. den Weg hauptsächlich passieren. Gleichzeitig wurden Benutzer/-innen des Weges aufgefordert, gesichtete Kleintiere auf dem Weg zu dokumentieren und dem für das Monitoring verantwortlichen Büro zu melden. Dieses Monitoring hat aufgezeigt, dass der gesamte Wegabschnitt im Wald regelmässig von Tieren überquert wird und die Kleintierdurchlässe somit einen guten Schutz für die Tiere darstellen. Zum Schutz der Natur werden die Beläge der beiden Abschnitte vom Winterdienst nicht schwarz geräumt und es wird zugunsten der Umwelt auf Streusalz verzichtet.

    Mit dieser neuen Fuss- und Veloverkehrs-Verbindung konnte die Velostadt Chur - zusammen mit der Gemeinde Trimmis - einen weiteren Schritt zur ökologischen und naturnahen Förderung des Veloverkehrs umsetzen.

    Zugehörige Objekte