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  • Kein Sammelsack für gemischte Haushaltkunststoffe

    27. Februar 2020
    Die Stadt Chur Chur verzichtet auf die Einführung eines gebührenpflichtigen, separaten Sammelsackes für gemischte Haushaltkunststoffe. Denn diese lassen sich nur zu 50 % weiterverwerten. Die anderen 50 % gelangen in die Verbrennung. Trotzdem legt die Stadt grossen Wert auf das Sammeln und Recycling von möglichst vielen Materialien. Dazu zählen PET-Getränkeflaschen und reine Kunststoffe wie Hohlkörper von z.B. Milch- und Waschmittelbehältern. Diese Stoffe haben eine hohe Wiederverwertungsquote. Echte Alternativen zu gemischten Kunststoffen fehlen heute noch, haben entweder Tücken oder eine ungünstige Ökobilanz.

    Die Stadt Chur verzichtet auf Zusehen hin auf die Einführung von gebührenpflichtigen Sammelsäcken für gemischte Haushaltkunststoffe. Denn die Stadt ist wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Schweizerische Verband Kommunale Infrastruktur (SVKI) der Überzeugung, dass dies der falsche Weg ist. Gegen die Sammlung von gemischten Haushaltkunststoffen - das diesbezügliche Sammelmonopol liegt bei der Stadt Chur - sprechen weiter der hohe Sortieraufwand, die zusätzlichen Kosten für den Spezialsack, der dafür notwendige Transport zu den Sammel- und Sortierstellen sowie insbesondere die Tatsache, dass diese Kunststoffe heute nur begrenzt weiter verwertet werden können. Es lassen sich lediglich 50 % dieses Materials als Kunststoffe weiterverwerten. Die anderen 50 % gelangen als Brennstoff in die Zementindustrie oder in die Kehrichtverbrennungsanlagen.

    Selbstverständlich betrachtet die Stadt das Sammeln und Recycling von möglichst vielen Materialien allgemein und im Besonderen auch von Kunststoffen als sinnvoll. Neben dem etablierten und separaten Recycling von PET-Getränkeflaschen mit einer Recyclingquote von über 80 % (diese ist bei einer gemischten Kunststoffsammlung erheblich gefährdet) können in der Multisammelstelle im Werkhof an der Industriestrasse unter anderem auch Kunststoffhohlkörper von z.B.  Milch- und Waschmittelbehältern abgegeben werden. Solche selektiven Separatsammlungen von reinen Kunststoffen sind wertvoll und haben eine hohe Wiederverwertungsquote zur Folge. Zudem fehlen heute echte Alternativen zu gemischten Kunststoffen noch oder dann haben diese Tücken oder eine ungünstige Ökobilanz.

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