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  • Stadtentwicklungskonzept 2050

    Warum ein Stadtentwicklungskonzept
    Die Anpassungen in der Raumplanungsgesetzgebung auf Stufe Bund und Kanton führen zu erhöhten Anforderungen an die Art der Durchführung von Ortsplanungen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und der Entwicklungsabsichten für die anstehenden Generationenprojekte der Stadt, wird die angestrebte Entwicklung von Chur im Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK) definiert. Dieses dient ergänzend zu den überörtlichen Richtplänen als Leitplanke für die Stadtentwicklung der nächsten 20 - 25 Jahre und bildet die Basis für die Grundordnung mit den Elementen Baugesetz, Zonenplan, Generellem Gestaltungsplan und Generellem Erschliessungsplan.

    Inhalt des Stadtentwicklungskonzepts
    Das Stadtentwicklungskonzept 2050 vereint die übergeordneten Vorgaben, insbesondere bezüglich der Siedlungsentwicklung nach innen und der Siedlungserneuerung sowie die angestrebte Positionierung der Stadt.

    In den einleitenden Kapiteln werden die Ausgangslage beschrieben und übergeordnete Rahmenbedingungen aufgezeigt. Dazu gehören die übergeordneten Gesetzgebungen und die Megatrends wie der demografische Wandel, der Klimawandel, die Globalisierung, die Digitalisierung, die zunehmende Individualisierung oder der Mobilitätsanspruch.

    Das Kapitel "Chur morgen" bildet den Übergang von der Ausgangslage zum eigentlichen Stadtentwicklungskonzept. Hier werden die zentralen Zielsetzungen für die künftige Entwicklung der Stadt Chur festgehalten. Dazu gehören eine qualitative Siedlungsstruktur und identitätsstiftende Landschaftsräume. Sodann sollen auch die Ortsteile Haldenstein und Maladers behutsam in das Gefüge der Stadt integriert werden. Chur soll Urbanität ausstrahlen und wirtschaftliches Zentrum sein. Damit einhergehend sollen Wohngebiete, Arbeitsgebiete und Erholungsräume attraktiv gestaltet werden. Dadurch soll ein moderates Bevölkerungswachstum unterstützt werden. Das touristische Potenzial soll grossräumig ausgeschöpft werden. Die Entwicklungsschritte der Stadt erfolgen entsprechend den Nachhaltigkeitsprinzipien.

    Die nachfolgenden Kapitel sind unterteilt in strukturelle und funktionsbezogene Inhalte. So werden im Kapitel "Stadtstruktur" die Zentren und die Quartierorte profiliert. Deren Entwicklung soll unter Berücksichtigung der vorhandenen Qualitäten, einer gezielten Nutzungsverteilung und einer angemessenen Verdichtung zugeführt werden. Der öffentliche Stadtraum wird als multifunktionaler Ort des Stadtlebens ausgestaltet. Im Kapitel "Landschaft" liegt der Fokus auf der Aufwertung, der Stärkung und der Entwicklung der Landschaft, der Naturräume, der Siedlungsränder und der Biodiversität. In den Kapiteln "Mobilität", "Wohnen", "Arbeiten" und "Freizeit" stehen Funktionen im Fokus. Die Stadt bleibt gut erreichbar und fördert nachhaltige Verkehrsformen. Wohn- und Lebensqualität bleiben auch bei den Verdichtungsbestrebungen Prämissen und bauen auf eine angemessene, dezentrale, sozial ausgerichtete Durchmischung auf. Arbeitsgebiete werden soweit möglich bereitgestellt, gut vernetzt und gezielt profiliert. Die Freizeitangebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und zur touristischen Attraktivität der Stadt. Die Entwicklungsschwerpunkte werden im letzten Kapitel des STEK behandelt und benennen die Gebiete, in welchen in den nächsten Jahren die bedeutendsten, räumlichen Entwicklungen stattfinden sollen. Dazu gehören die Gebiete Daleu, Florentini, Chur West, Trist, Rückenbrecher, Chur Nord, Grossbruggen und das Kasernenareal. Abgeschlossen wird der Bericht durch das Stimmungsbild "Chur 2050", eine Vision, wie sich Chur im Jahr 2050 präsentieren könnte.

    Die Plankarte zum STEK 2050 bildet die groben Festlegungen der einzelnen Themen gesamthaft ab, wodurch die Chancen, Synergien, Abhängigkeiten und Herausforderungen ganzheitlich erfasst und im Überblick dargestellt werden können.

    Ziel des Stadtentwicklungskonzepts
    Das Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK) legt die angestrebten Entwicklungsziele fest, definiert Handlungsansätze und Stossrichtungen. Grundlage für die Erarbeitung bildet nebst den übergeordneten Vorgaben vor allem das bisherige Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2003. Die darin enthaltenen Grundsätze, wie die Sensibilisierung für stadtbildprägende Gegebenheiten, die vorausschauende Sicherung von Flächen und die Konzentration auf zwei Zentren, sollen weiterverfolgt werden. Was die Funktionstrennung von Arbeits- und Wohngebiet anbelangt, so wird die bisherige Trennung respektiert, künftig sollen jedoch in den zwei Zentren, im Stadtzentrum mit Altstadt und in Chur West sowie in den Quartierorten vermehrt Mischnutzungen gefördert werden.

    Öffentliche Mitwirkung
    Im 2021 entwickelte die Stadt Chur den Entwurf für das Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK). Vom 14. Juni bis 31. August 2021 lag das STEK zur Freigabe und öffentlichen Mitwirkung auf. Die Bevölkerung konnte ihre Bewertungen und Inputs zum Konzept in diesem Zeitraum einbringen. Die finale Fassung des Stadtentwicklungskonzeptes finden Sie unten als Publikation.

    Zugehörige Objekte

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