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  • Stadtentwicklungskonzept 2050

    Warum ein Stadtentwicklungskonzept
    Die Anpassungen in der Raumplanungsgesetzgebung auf Stufe Bund und Kanton führen zu erhöhten Anforderungen an die Art der Durchführung von Ortsplanungen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und der Entwicklungsabsichten für die anstehenden Generationenprojekte der Stadt, wird die angestrebte Entwicklung von Chur im Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK) definiert. Dieses dient ergänzend zu den überörtlichen Richtplänen als Leitplanke für die Stadtentwicklung der nächsten 20 - 25 Jahre und bildet die Basis für die Grundordnung mit den Elementen Baugesetz, Zonenplan, Generellem Gestaltungsplan und Generellem Erschliessungsplan.

    Inhalt des Stadtentwicklungskonzepts
    Das Stadtentwicklungskonzept vereint die übergeordneten Vorgaben, insbesondere bezüglich der Siedlungsentwicklung nach innen und der Siedlungserneuerung sowie die angestrebte Positionierung der Stadt. Es behandelt die Themenbereiche Stadtstruktur, Landschaft, Mobilität, Wohnen, Arbeiten und Freizeit und leitet daraus die Entwicklungsschwerpunkte ab. Die Flächen, welche als Entwicklungsschwerpunkte definiert wurden, werden in kurz-, mittel- und langfristig zu entwickelnde Gebiete eingestuft

    Ziel des Stadtentwicklungskonzepts
    Das Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK) legt die angestrebten Entwicklungsziele fest, definiert Schwerpunkte und regelt den konkreten Handlungsbedarf. Grundlage für die Erarbeitung bildet nebst den übergeordneten Vorgaben vor allem das bisherige Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2003. Die darin enthaltenen Grundsätze, wie die Sensibilisierung für stadtbildprägende Gegebenheiten, die vorausschauende Sicherung von Flächen und die Konzentration auf zwei Zentren, sollen weiterverfolgt werden. Was die Funktionstrennung von Arbeits- und Wohngebiet anbelangt, so wird die bisherige Trennung respektiert, künftig sollen jedoch in den zwei Zentren, im Stadtzentrum mit Altstadt und in Chur West sowie in den Quartierorten vermehrt Mischnutzungen gefördert werden.

    Öffentliche Mitwirkung
    Im vergangenen Jahr entwickelte die Stadt Chur den Entwurf für das Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK). Vom 14. Juni bis 31. August 2021 liegt das STEK zur Freigabe und öffentlichen Mitwirkung auf. Die Bevölkerung kann ihre Bewertungen und Inputs zum Konzept in diesem Zeitraum einfach und schnell über eine Website einbringen.

    Stadtinventar

    Das aktualisierte Stadtinventar bildet die Churer Stadtgeschichte, von den Anfängen bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts anhand von für die jeweiligen Epochen aussagekräftigen Einzelgebäuden und…

    Das aktualisierte Stadtinventar bildet die Churer Stadtgeschichte, von den Anfängen bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts anhand von für die jeweiligen Epochen aussagekräftigen Einzelgebäuden und Anlagen, ab. Grundlage für die Überprüfung war das 1985 - 1989 erarbeitete Inventar der schützenswerten und erhaltenswerten Gebäuden Churs sowie Objekte mit Baujahr von 1930 bis 1990.

    Eine aus Experten zusammengestellte Fachgruppe hat auf dieser Grundlage sämtliche bestehenden Inventarobjekte aus kultur- und architekturhistorischer Perspektive neu beurteilt und eine Auswahl derjenigen getroffen, welche in den weiteren Prozess eingebracht werden sollen. Insgesamt enthält der vorliegende Entwurf 242 Objekte innerhalb der Stadt Chur, was einem totalen Gebäudebestand von rund 3 % entspricht. Im Detail fasst der Schlussbericht die Ergebnisse der Aktualisierung des Stadtinventars der Stadt Chur zusammen.

    Nebst der Aktualisierung des städtischen Inventars war es auch das Ziel, die Planungssicherheit zu fördern und damit eine zielführende Anzahl an Objekten mit einer klaren Schutzempfehlung zu erhalten. Dafür ist zum einen ein Objektblatt erstellt worden, welches in einer Schutzbegründung die Würdigkeit des Gebäudes umschreibt und mit einer individuellen Schutzempfehlung auf die wichtigsten zu schützenden Elemente eingeht. Entsprechend ist im Stadtinventar künftig lediglich eine Schutzkategorie mit der individuellen Schutzempfehlung je Objekt vorgesehen. Damit soll eine klare Grundlage für Grundeigentümer/-innen und die Weiterbearbeitung geschaffen werden.

    Das aktualisierte Inventar bildet dann die Grundlage für die rechtliche Umsetzung, also für den Erlass von Schutzzonen, von Schutz- und Erhaltungsbereichen und Gestaltungsvorschriften sowie für die Aufnahme wertvoller Bauten und Baugruppen in den städtischen Generellen Gestaltungsplan (GGP) und ins Baugesetz. Diese künftige rechtliche Umsetzung erfolgt im Anschluss, im Rahmen der Anpassung der Grundordnung.

    Die Revision der Grundordnung unterliegt klaren Verfahrensvorschriften, in welchen geregelt ist, wie sich die Grundeigentümer/-innen einbringen können. Zum einen können sich Betroffene und Interessierte während der Mitwirkungsauflage in Form von Kritik, Unterstützung und Anregungen einbringen (Mitwirkung) und andererseits in Form eines Rechtsmittels bei der Beschwerdeauflage.

    Zugehörige Objekte