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  • Ideen-Wettbewerb «Haus zum Arcas» mit drei Siegerprojekten

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    Ideen-Wettbewerb «Haus zum Arcas» mit drei Siegerprojekten
    Informationen
    Anfangs 2018 startete die Stadt Chur einen öffentlichen Ideen-Wettbewerb für das «Haus zum Arcas» mit dem Ziel, die Churer Altstadt nach dem Auszug der Stadtbibliothek weiterhin attraktiv und lebendig zu gestalten. Gesucht wurden Ideen/Konzepte für eine temporäre wie auch unbefristete Nutzung, im kommerziellen oder nicht kommerziellen Bereich. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Idee nur eine Teilnutzung oder eine solche über das gesamte Gebäude vorsah.

    Mit der Eingabefrist vom 20. März 2018 gingen insgesamt 52 Projektideen bei der Stadt ein. Von allen Projekten haben 41 die Rahmenbedingungen vollumfänglich erfüllt und wurden in den Jurierungsprozess aufgenommen. Davon entfallen 33 auf Gesamtnutzungen und deren acht auf Teilnutzungen. Elf Projekte haben die Rahmenbedingungen nicht erfüllt, da elementare Bestandteile fehlten und nicht juriert werden konnten.

    Die Kriterien und das Beurteilungsverfahren
    Alle Eingaben wurden von einem mehrköpfigen Beurteilungsgremium nach vordefinierten Kriterien geprüft. Die besten neun Projektideen wurden dem Stadtrat mit der Empfehlung zur Umsetzung weitergegeben, daraus hat er drei Siegerprojekte erkürt.

    Die Beurteilungskriterien
    • Öffentliche Nutzung
    • Beitrag zur Förderung und Belebung der Altstadt
    • Innovativer Gehalt
    • Realisierbarkeit
    • Referenzprojekte

    Das Beurteilungsgremium

    • Victor H. Zindel, Leiter Kontaktstelle Wirtschaft Chur (Projektleiter)
    • Mengia Friberg, Projektleiterin Stadtentwicklung Chur
    • Leonie Liesch, Leiterin Chur Tourismus
    • Caroline Morand, Leiterin Kulturfachstelle Chur
    • Christopher Richter, Leiter Immobilien und Bewirtschaftung Chur
    • Christof Dietler, Präsident Bündner Heimatschutz, Inhaber Pluswert GmbH Chur

    Das Auszeichnungsgremium

    • Urs Marti, Stadtpräsident
    • Patrik Degiacomi, Stadtrat
    • Tom Leibundgut, Stadtrat

    Wie geht es weiter?
    Der Ideen-Wettbewerb hat gezeigt, dass auf dem Platz Chur viele Nutzungsideen für innerstädtische Liegenschaften vorhanden sind. Der Stadtrat wird sich in den nächsten Wochen mit den Themen Realisierbarkeit, Finanzierung und öffentlicher Nutzen der Siegerprojekte auseinandersetzen. Dabei werden die Urheber der Siegerprojekte aktiv in den Prozess miteinbezogen.

    Alle eingegangenen Projekte sind in das Eigentum der Stadt Chur übergegangen. Der Stadtrat würde sich freuen, wenn er Projektideen an interessierte Hauseigentümer und Vermieter zur Umsetzung weitervermitteln könnte. Damit könnte die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Alt- und Innenstadt leisten.

    Die ausgewählten Siegerprojekte
    Die drei vom Stadtrat ausgezeichneten Projektideen gelten als gleichwertige Siegerprojekte und werden vertieft geprüft und beurteilt.

    Projekt, Haus der Chöre
    „Das Haus der Chöre" will Chur als Singstadt positionieren und einen Begegnungsort für Gäste und Einheimische schaffen. Die Idee basiert auf der Tradition der Bündner Chöre. Der spannende Mix spricht nicht nur Musikerinnen und Musiker, sondern auch Altstadt-Bummler, Kultur-Reisende, Lied-Liebhaber und Chöre aus aller Welt an. Integrierte Geschäfte, Restaurants und Kaffees sorgen für eine zusätzliche Belebung der Altstadt.

    Das Projekt überzeugt durch die Anwerbung von Chören aus der ganzen Welt und bietet Übernachtungspotenzial für die Churer Hotellerie. Die Konzerte auf dem Arcasplatz sind eine Bereicherung und Belebung für die Umgebung sowie die ganze Altstadt.

    Projekt, Forum Arcas
    Hier soll das «Haus zum Arcas» ein Zentrum für Architektur, Gestaltung und Genuss werden. Mit kulturellen und architektonischen Veranstaltungen und Vorträgen wollen die Betreiber ihr Wissen an Fachleute, interessierte Einheimische und Touristen weitergeben. Eine integrierte Tourismus-Anlaufstelle, ein Laden mit regionalen Produkten sowie ein Begegnungsraum mit Degustationen und Tavolatas erweitern das Angebot. Es gibt eine grosse Zielgruppe, die an Genuss und an Gestaltung interessiert ist und das offene Konzept ermöglicht Vieles.

    Das Projekt überzeugt, weil es Architektur, Baukultur und Genuss miteinander verwebt und kultur- wie architekturinteressierte Gäste zu einem Aufenthalt in Chur bewegen kann. Auch birgt es zusätzliches Übernachtungspotenzial für die Churer Hotellerie.

    Projekt, Zapperlot
    Das Projekt fördert die Kinder- und Jugendkultur, gestaltet das Zusammenleben von Generationen in der Stadt Chur und schafft einen Kulturraum für verschiedenste Zielgruppen. Die Betreiber wollen nur das zweite Obergeschoss nutzen, weshalb es mit allen bestehenden Projekten kombinierbar ist. Das Theater Zapperlot gibt es seit 20 Jahren und es sucht schon lange neue Räumlichkeiten. Die Jury sieht hier Potenzial zur Belebung der Altstadt.

    Das Projekt überzeugt durch seinen kulturellen und sozialen Beitrag für die Stadt Chur und fördert spielerisch das Zusammenleben der Generationen einheimischer und auswärtiger Familien. Besucherinnen und Besucher der Stadt Chur können den Einkaufstourismus in der Innenstadt/Altstadt fördern.


    Die Stadt Chur dankt allen Teilnehmenden für die zahlreichen und interessanten Projektideen und ist zuversichtlich, dass diese einen Beitrag leisten, um die Stadt auch weiterhin attraktiv und lebendig zu erhalten.