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  • Wie fussgängerfreundlich ist Chur?

    6. Juni 2019
    Umfrage zur Zufriedenheit der Fussgängerinnen und Fussgänger

    Das Projekt «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» von umverkehR, Fussverkehr Schweiz und Hochschule für Technik Rapperswil hat zum Ziel, dem Fussverkehr einen höheren Stellenwert einzuräumen. Fussgängerinnen und Fussgänger sollen verstärkt sichtbar und deren Situation messbar werden. Erstmals wird mit einer Umfrage die Einschätzung der Bevölkerung zur Fussverkehrssituation detailliert erhoben.

    Das Projekt "GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr" schafft eine Vergleichbarkeit der Fussverkehrssituation über alle drei Sprachgrenzen hinweg und nimmt 16 Schweizer Städte, darunter auch Chur, genau unter die Lupe. Einmalig an diesem Projekt ist, dass die Situation der Fussgängerinnen und Fussgänger ganzheitlich aus verschiedenen Blickwinkeln bewertet wird. Die Bedeutung des Fussverkehrs wird regelmässig unterschätzt: Die meisten Wegetappen (43%) werden zu Fuss zurückgelegt (Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015). Die Unterwegszeit zu Fuss beträgt im Mittel täglich knapp 30 Minuten. Hinzu kommen Aufenthalts- und Wartezeiten in der gleichen Grössenordnung, so dass wir uns täglich durchschnittlich rund eine Stunde im öffentlichen (Strassen-) Raum befinden.

    Die Erfahrung von Fussgängerinnen und Fussgänger ist wichtig

    Das Teilprojekt "Zufriedenheitsumfrage Bevölkerung" lässt die Bevölkerung zu Wort kommen. Die Online-Umfrage richtet sich an alle Personen, die regelmässig, wenn auch nur kurze Teilstrecken zu Fuss in Chur unterwegs sind. Die persönliche Meinung und Erfahrung helfen mit, dass die Stärken und Schwächen der Churer Fussweginfrastruktur systematisch erfasst werden und zukünftig zielgerichtete Massnahmen zu deren Verbesserung getroffen werden können. Die Attraktivitätssteigerung führt zu einer Zunahme des Fussverkehrs. Somit schafft das Projekt einen Mehrwert für die individuelle Gesundheit und die Umwelt insgesamt. 

    Die Online-Umfrage kann unter www.umverkehr.ch gestartet werden.

    Gesund zu Fuss

    Der Fussverkehr hat ein riesiges Potential für die Gesundheitsförderung. Die WHO fordert 150 Minuten pro Woche ausdauerorientierter Bewegung mit moderater Intensität. Da gilt es, die Bewegung zur täglichen Routine zu machen und dies zahlt sich aus. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) bescheinigt dem Fussverkehr den grössten Nutzen im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln: Der Nutzen hinsichtlich Gesundheit betrage jährlich rund 893 Millionen Franken. Denn Personen, die im Alltag regelmässig zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, erhöhen ihre Lebensqualität, leben länger und sind im statistischen Durchschnitt weniger krank.